

Prompt / Lyrics
[gesprochen ruhig....eine neurodivergente Selbstbeschreibung mit Humor.....] [Intro] Guten Tag. Ich arbeite nicht sozial kompatibel, sondern funktional kohärent. Bitte beachten. [Strophe 1] Ich bevorzuge Domizilnähe wegen Reizreduktion, mein Nervensystem mag keine Dauerexposition. Soziale Interaktion läuft bei mir streng limitiert, Smalltalk wird vom Gehirn als ineffizient markiert. Emotionale Wahrnehmung? Kontextabhängig stark, Musik triggert Affekt – Alltag bleibt eher sachlich-markt. Ich beginne Hobbys mit hyperfokaler Präzision, nach vollständiger Durchdringung folgt Desinteresse – evolutionär logisch schon. [Refrain] Ich bin autistisch ich – kognitiv stringent, nehm Semantik ernst, nicht implizit intendiert. Mein Humor ist sarkastisch, leicht dysfunktional, aber selten willkürlich – eher analytisch brutal. Ich bin autistisch ich – nicht defizitär, nur anders kalibriert und strukturell sekundär. [Strophe 2] Ich dekodiere keine Mimik, nur explizite Sprache, nonverbale Signale sind für mich statistische Rauschsache. Ironie bitte kennzeichnen – gern metakommunikativ, sonst läuft mein Interpretationssystem normativ schief. Gesellschaftliche Normen akzeptiere ich selektiv, Traditionen ohne Ursprung wirken auf mich arbiträr-naiv. Wenn mir bewusst ist, dass ein Ritual konstruiert, verliert es für mich Bedeutung – rein kognitiv. [Refrain] Ich bin autistisch ich – strukturliebend exakt, Ordnung ist Regulation, nicht Kontrollakt. Routine ist kein Zwang, sondern neuronale Hygiene, Chaos ist auditiv – auch ohne Geräusche, verstehste? Ich bin autistisch ich – emotional reduziert im Schein, doch innerlich tief, nur nicht permanent online. [Bridge] Ich brauche Ordnung, weil Chaos sensorisch laut ist. Ich brauche Kontrolle, weil Unvorhersehbarkeit Stress induziert. Ich löse Bindungen, wenn sie logisch obsolet sind. Nicht kalt – nur klar. Affektiv stabil, nicht dissoziiert. [Strophe 3] Ich erkläre Zusammenhänge mit missionarischem Eifer, nicht aus Dominanz – sondern wegen kognitivem Leidensdruck bei Halbverstand, leider. Oberflächenwissen verursacht mir mentale Dissonanz, Tiefe wirkt beruhigend – epistemische Resonanz. Und wer Tieren Leid zufügt, überschreitet eine Grenze, das ist kein Diskursfeld, sondern moralische Konstante. Keine Relativierung, kein Perspektivspiel, hier endet meine Toleranz – final, basal, stabil. [Letzter Refrain] Ich bin autistisch ich – loyal, wenn es Sinn ergibt, Bindung basiert auf Kohärenz, nicht auf sozialem Kredit. Ich gehe ohne Trauer, wenn die Logik es verlangt, kein Drama, kein Nachtreten – nur Abschluss, elegant. Ich bin autistisch ich – unbequem, aber echt, nicht normoptimiert, doch erstaunlich korrekt. [Outro] Das war keine Beichte. Das war eine Funktionsbeschreibung. Fragen bitte präzise formulieren. Zwischentöne werden nicht ausgewertet.
Tags
Spoken Word Poetry Rap, live, female Comedy rap
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No
1/15/2026