

Prompt / Lyrics
(Intro) (Langsames, verstimmtes Klavier – einzelne Töne hallen wie Tropfen in einer leeren Bahnhofsunterführung) Man fragt mich: „Warum so ernst?“ In einer Stadt, die vor Gold glänzt, aber deren Herz aus Beton ist. Dabei ist es die Welt, von der du nichts lernst, während du in der Schlange stehst und darauf hoffst, dass man dich nicht übersieht. Doch sie übersehen dich immer. In den Glaspalästen wird gelacht, während unten der Asphalt die Träume frisst. Ihr nennt es Ordnung, ich nenne es Hinrichtung auf Raten. (Strophe 1) Ich dachte, mein Leben sei eine Tragödie, purer Schmerz, doch jetzt erkenn ich die Komödie, ein schlechter Scherz. Der Anstand? Eine Fassade, die beim ersten Sturm bricht, jeder ist ein Monster, wenn das Licht der Ordnung erlischt. Ich bin nicht verrückt, ich bin der Zeit nur voraus, ihr seid die Gefangenen in eurem eigenen Kartenhaus. Ihr sprecht von Hilfe, doch ihr meint nur Verwaltung, eine endlose Kette aus Formularen und kalter Haltung. Wer am Boden liegt, bekommt keinen Finger gereicht, nur einen Blick voller Abscheu, der jedem Mitleid weicht. Die Bürokratie ist die Peitsche, das Gesetz der Knüppel, und wer nicht mehr rennen kann, gilt hier als Krüppel. Ein Stempel entscheidet über Sein oder Nichtsein, in dieser Stadt aus Marmor und aus kaltem Stein. (Refrain) Ein kleiner Schubser reicht, und die Moral geht über Bord, Chaos ist gerecht, es kennt kein Gesetz und kein Wort. Der Wahnsinn ist wie die Schwerkraft, hast du es kapiert? Ein winziger Stoß genügt, und du bist völlig verirrt. Lächel doch mal – auch wenn alles verbrennt, weil am Ende niemand deinen wahren Namen nennt. In den Gassen von Zürich, zwischen Banken und Not, spielt ihr mit Schicksalen, als wäre es ein Gebot. (Strophe 2) Schau dir diese Stadt an, gierig und leer, sie brauchen ihre Helden, doch sie hassen sie noch mehr. Wenn alles nach Plan läuft, schläft die Meute ganz still, doch ich bin der Agent des Chaos, der nur die Wahrheit will. Ich bin ein Hund, der Autos jagt, ohne Ziel, ohne Plan, ich wüsste gar nicht, was ich tue, käme ich jemals an. Seht ihr die Gesichter in der Tram, die Masken aus Glas? Hinter jedem Lächeln frisst sie der tägliche Hass. Sie verarschen die Schwachen, die mit dem Rücken zur Wand, und verkaufen es als Ordnung im ganzen Land. Ein Anwalt kostet Tausende, Gerechtigkeit ist ein Kauf, wer kein Geld hat, den gibt die Justiz einfach auf. Man tritt nach denen, die schon bluten im Staub, und die Schreie der Armen macht die Mächtigen taub. Jeder Paragraf ist ein Schlag in das Gesicht derer, die nichts mehr haben – die Last wird täglich schwerer. (Bridge) Ging es nur mir so, oder wird es da draußen immer wilder? Die Realität verzerrt all eure schönen Bilder. Was passiert, wenn man einen Einsamen, den das System nur tritt, mit einer Gesellschaft kreuzt, die ihn behandelt wie Mist? Ich sag dir, was passiert: Du bekommst, was du verdienst! Ihr habt die Regeln gemacht, ihr habt das Feuer entfacht.
Tags
Düsterer, orchestraler Trip-Hop oder Industrial Rock. Schwere Beats, n
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2/18/2026