Unter Palmen, im letzten Feuer des Tages
traf ich sie – oder sie mich, wer weiß das schon
ihre Augen wie geschmolzenes Karamell, gefährlich süß
ein einziger Blick, und mein Blut wurde zu Reggaeton
Sie kam näher, Hüften wie Wellen im Takt
der Bikini nur ’ne hauchdünne Lüge
ihre Kurven schrien laut „pecado“ in die Nacht
mein Verstand schrie „corre“, doch mein Körper blieb
Ihre Haut glühte golden im Sonnenuntergang
ich fuhr mit Fingern drüber, als wär’s verbotenes Gold
Lippen trafen sich salzig, heiß, verzweifelt
zwei Körper, die sich schon kannten, bevor sie sich kannten
Wir liebten uns im warmen Sand, hemmungslos
jeder Stoß ein Versprechen, jeder Seufzer ein Gesetz
Sommernacht-Hymne, pure Sucht, Adrenalin pur
bis der Morgen uns brutal auseinanderriss
Jahre vergingen. Andere Städte. Andere Arme.
Doch ihre Augen brannten weiter in meinen Träumen
dann, plötzlich – Flughafen, 17:43 Uhr, Regen draußen
sie stand da. Derselbe Blick. Dieselbe Hitze.
„Te extrañé tanto“, flüsterte sie, Stimme brüchig
ich zog sie ran, als gäb’s kein Morgen mehr
seit diesem Tag lassen wir uns nicht mehr los – nunca más
Hand in Hand durch jedes Feuer, durch jedes Leben
Du bist mein Sommer, mein Untergang, mein Wiederfinden
mein Für-immer, mi amor, mi todo
und wenn ich geh, dann nehm ich deinen Blick mit
denn ohne dich bin ich nur Schatten im grellen Licht
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