

Prompt / Lyrics
Strophe 1 – fast geflüstert, dann brechend] Sie haben keine Namen mehr nur noch Nummern auf dünnen Armen die Haut so durchsichtig man sieht die Adern sterben bevor das Herz es tut Mutter liegt seit drei Tagen mit offenen Augen die Fliegen trinken schon aus ihren Tränenkanälen das Kind streichelt ihr Gesicht „Mama, wach auf, bitte…“ und die Stille antwortet mit dem Geruch von Tod [Refrain – roh, wie ein Schrei der aus der Kehle gerissen wird] WARUM SIND IHRE AUGEN VOLLER NACHT UND IMMER NOCH BITTEN SIE UM ETWAS DAS WIR NIE GEBEN WOLLEN?! WARUM SCHREIEN SIE OHNE EINEN LAUT UND WIR HÖREN NUR UNSER EIGENES HERZ DAS WEITER SCHLÄGT ALS WÄR’S ERLAUBT?! [Strophe 2 – zersplittert] Der Kleine, vielleicht vier, hat gelernt, dass Weinen Kalorien kostet also sitzt er da ganz still ganz leer wie ein ausgeschalteter Fernseher in dem früher mal ein Kinderlachen lief Seine Schwester (oder war es die Cousine?) flüstert ihm zu: „Wenn du stirbst, darf ich deine Decke haben?“ das ist ihre Version von Zukunft [Strophe 3 – wie ein Schluchzen, das Worte wird] In ihren Pupillen spiegeln sich keine Sterne mehr nur noch die Drohnen die über sie hinwegfliegen auf dem Weg zu besseren Kriegen besseren Ölfeldern besseren Selfies Sie sehen uns durch den Bildschirm hindurch sehen unsere vollen Teller unsere Klimmzug-Storys unsere „Ich hab heute so viel Stress“-Posts und ihre kleinen Münder formen stumm das Wort: „Warum… nicht… ich?“ [Brücke – fast nur noch Schmerz] Wir könnten die Welt umdrehen wie eine leere Hosentasche und alles herausfallen lassen Brot, Milch, Medizin, Würde aber wir entscheiden uns jeden verdammten Tag dafür dass ihre Knochen leichter bleiben sollen als unser Gewissen [Refrain – jetzt gebrochen, heiser, verzweifelt] ICH HABE IHRE AUGEN GESEHEN SIE HABEN MICH ANGESCHAUT UND ICH HABE WEITERGESROLLT ICH HABE WEITERGEATMET ICH HABE WEITER GELEBT ALS WÄR ES MEIN RECHT ALS WÄR ES NORMAL DASS KINDER STERBEN DAMIT MEIN KAFFE VIER EURO FÜNFZIG KOSTET [Outro – nur noch Fragmente, wie letzte Atemzüge] Ich wünsche mir mit jedem zerquetschten Herzschlag dass wenigstens EINES dieser Kinder irgendwann irgendwo aufwacht und zum ersten Mal nicht vor Hunger sondern vor Staunen zu weinen beginnt dass es lebt richtig lebt dass es lacht bis die Narben platzen dass es eines Tages jemandem sagt: „Ich war tot und die Welt hat zugeschaut wie man zuschaut wenn ein Film traurig ist und dann weiterschaltet“ Doch jeden Abend wenn das Licht ausgeht flüstert die Dunkelheit sehr sanft sehr endgültig sehr ehrlich: „Nein, kleines Herz. Nicht heute. Nicht morgen. Nicht solange unsere Teller voll sind und eure leer.“ (stille) …bitte… …bitte… …bitte sterbt leise… …wir wollen nichts hören…
Tags
Hart male, sweet Female, emotionale, claps, epic, Gitarre, 808 Beats, A-Moll, Dynamischchildren Gospel chor, Gewitter
3:29
No
1/12/2026