[Intro – dumpfe Trommeln, leise Flöte]
Im Rauch der Nacht…
im Gold der Glut…
liegt Wahrheit tiefer als im Blut…
[Strophe 1]
Sie zieh’n mit Stahl und frommem Wort
für König, Kreuz und fremden Ort
Doch ich bleib hier bei Feuer und Stein
und such im Staub den ew’gen Schein
Mit schwarzer Tinte, still und kalt
schreib ich Formeln uralt
Während draußen Schwerter schrei’n
misch ich Sterne in den Wein
[Pre-Refrain]
Denn jeder König wird zu Staub
doch Wissen lebt in Rauch und Laub
[Refrain – größer, mystisch]
Ich bin der Alchemist
verwandle Nacht in Licht
Such nicht nach Gold allein
ich will mehr als sterblich sein
Ich bin der Alchemist
der in den Schatten liest
Während Ritter Kriege führ’n
lern ich Welten zu berühr’n
[Strophe 2]
Im Keller tief unter dem Turm
wo Raben schlafen vor dem Sturm
Brenn ich Kräuter, Salz und Blei
und rede mit der Dunkelheit
Die Priester nennen mich verflucht
weil Wahrheit keinen Tempel sucht
Doch manche Ritter kamen heim
und baten still um meinen Wein
[Pre-Refrain]
Denn wer den Tod im Auge sah
fragt irgendwann: „Was ist noch wahr?“
[Refrain]
Ich bin der Alchemist
verwandle Nacht in Licht
Such nicht nach Gold allein
ich will mehr als sterblich sein
Ich bin der Alchemist
der in den Schatten liest
Während Ritter Kriege führ’n
lern ich Welten zu berühr’n
[Bridge – Chor, dramatisch]
Blei wird Gold…
Fleisch wird Staub…
Seelen wandern durch den Rauch…
Und jedes Feuer trägt ein Tor
zu etwas, das die Welt verlor…
[Final Refrain – episch]
Ich bin der Alchemist
der alte Zeichen liest
Nicht der König über Land
doch Herr über den Verstand
Ich bin der Alchemist
bis auch mein Feuer bricht
Und wenn mein letzter Atem fällt
verbrenn ich mit der alten Welt
[Outro – leise Laute, Wind]
Im Rauch der Nacht…
liegt Wahrheit still verborgen…