Strophe 1]
Ich bin geboren zwischen Rissen im Beton
Wo das Neonlicht nur flackert, niemals brennt
Schatten wachsen schneller als die Hoffnung je
Doch in meiner Brust schlägt schon ein Funke, der nicht kennt
Kein Erbarmen, keine Gnade, nur Gesetz der Straße
Jeder Tritt ein Test, jedes Wort ’ne Klinge
Ich hab’ gelernt, dass Stille lauter schreit als Schrei
Und dass man fällt, bevor man wirklich fliegen lernt zu fliegen
[Pre-Refrain]
Doch ich seh’ schon die Konturen –
eine Brücke, halb zerstört
Aus den Trümmern meiner Nächte
hab’ ich sie Stück für Stück erhört
[Refrain]
Von Schatten zu Licht – ich lauf’ den Weg allein
Blut auf meinen Knöcheln, Schweiß in meinen Augen blind
Tränen schneiden Furchen, doch sie waschen Asche rein
Ich bau’ die Brücke weiter, auch wenn sie unter mir zerbricht
Von Dunkelheit ins Licht – ich werd’ es schaffen, ich werd’ es schaffen
[Strophe 2]
Manche Wege sind aus Dornen, manche aus Glas
Jeder Schritt ein Schnitt, der tiefer geht als Schmerz
Freunde wurden Geister, Liebe wurde Staub
Und doch trag’ ich immer noch den gleichen heißen Kern
Ich hab’ geschrien in Zimmer, die niemand je betritt
Hab’ mit meinem Spiegelbild um jede Nacht gekämpft
Hab’ gelogen, dass es mir gut geht, bis die Lüge wahr
Und dann die Wahrheit ausgespuckt wie bittere Medizin
[Pre-Refrain]
Und trotzdem seh’ ich Lichter –
klein und fern und doch so klar
Jede Narbe ist ’ne Stufe
jeder Sturz ein neuer Start
[Refrain]
Von Schatten zu Licht – ich lauf’ den Weg allein
Blut auf meinen Knöcheln, Schweiß in meinen Augen blind
Tränen schneiden Furchen, doch sie waschen Asche rein
Ich bau’ die Brücke weiter, auch wenn sie unter mir zerbricht
Von Dunkelheit ins Licht – ich werd’ es schaffen, ich werd’ es schaffen
[Bridge]
Sie sagen: „Gib auf, es hat keinen Sinn“
Sie sagen: „Du verbrennst, bevor du ankommst drin“
Doch ich antworte mit Fäusten aus Entschluss
Jeder Atemzug ein Hammer, jedes „Nein“ ein Kuss
Ich bin der Schmied und das Eisen zugleich
Die Flamme und das, was in der Flamme zerbricht
Ich bin der Fluss und der Stein, der ihn bricht
Und ich werd’ verdammt noch mal nicht aufgeben – nicht heut’ Nacht
[Breakdown – intensiver, langsamer]
… und wenn die letzte Brücke einstürzt
und ich falle in bodenlose Nacht
dann zünd’ ich mich selbst an
damit wenigstens mein Fall ein Leuchtfeuer macht
[letzter Refrain – lauter, triumphierender]
Von Schatten zu Licht – ich hab’ den Weg geschafft
Blut ist getrocknet, Schweiß hat Salz in meine Wunden g’bracht
Tränen sind versiegt, doch die Narben strahlen sacht
Die Brücke steht – wackelig, doch sie trägt mich jetzt
Von Dunkelheit ins Licht – ich hab’s geschafft, ich hab’s geschafft
[Outro – leiser werdend, fast geflüstert]
… und wenn du mich suchst
findest du mich dort
wo der Schatten endet
und das Licht beginnt –
ganz leise
ganz endlich
zu atmen.